Musikalischer Austausch zwischen Regensburg und Südtirol
Studierende der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg waren vom 23. bis zum 26. Februar in Bruneck und Brixen zu Gast. Gemeinsam mit den Dozenten Stefan Baier (Professor für das Fach Orgel) und Eva-Maria Leeb (Dozentin für Chorleitung) wurde u. a. ein Gottesdienst in der Pfarrkirche von Bruneck gestaltet und der Dom zu Brixen mit den Domorgeln und das Kloster Neustift besichtigt.
Am Dienstagnachmittag traf sich die Gruppe mit Vertretern des Verbandes der Kirchenmusik Südtirol zu einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Der Verbandsvorsitzende Heinrich Walder begrüßte die Anwesenden und freute sich über den Besuch der angehenden Kirchenmusiker:innen aus der Brixner Partnerstadt Regensburg. Beide Städte verbindet, u. a. durch das Wirken des ehem. Domkapellmeisters Ignaz Mitterer (1850-1924), bis heute auch eine lange musikalische Freundschaft. Geschäftsführer Michael Erschbamer gab einen kurzen Überblick über die Struktur, die Finanzierung und die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes. Dominik Bernhard, Kirchenmusikreferent, stellte das Aus- und Weiterbildungsprogramm vor und schilderte die aktuellen Herausforderungen.
Im anschließenden Austausch erfuhren die Vertreter des Verbandes im Gegenzug mehr über die Ausbildung der Student:innen, die Arbeit der Dozent:innen und die aktuelle kirchenmusikalische Situation rund um Regensburg. Eine Gemeinsamkeit: Überall versuchen die kirchlich aktiven Chöre eine funktionierende Nachwuchsarbeit zu organisieren. Besonders interessant ist, dass im Rahmen der Ganztagsschule Fächer wie Singen und Chorgesang, teilweise unterrichtet von ausgebildeten Kirchenmusiker:innen, in Bayern viel mehr Platz eingeräumt bekommen als in Südtirol. Kinder entdecken so das Singen für sich und Chöre können davon indirekt profitieren.
Für beide Seiten boten das Kennenlernen und der Austausch eine tolle Möglichkeit, neue oder andere Ideen für den Umgang mit verschiedenen Herausforderungen kennenzulernen. Man möchte sich auch in Zukunft weiter austauschen.